Das Viertel le Marais und der Place des Vosges
Marais bedeutet Sumpf. Lange lag dieser Sumpf vor den Toren von Paris - im 13 Jahrhundert wurde er trockengelegt und gehört heute zum Kern des alten Paris. Im 17. Jahrhundert wurde das Marais und die Gegend um den Place des Vosges die bevorzugte Wohnlage des Adels. Bei einem Spaziergang durch das Viertel kann man alte prachtvolle Hôtels des Adels, kleine alte Häuschen von Handwerkern und Ordensniederlassungen der Tempelritter betrachten.
Place des Vosges
Sobald in Paris die Sonne scheint ist der Rasen auf dem Place des Vosges voll von faulenzenden Parisern. Hier kann man sich so richtig ausbreiten und relaxen.
Berühmt ist der Place des Vosges vor allem durch seine Bewohner. Im Haus Nr. 21 soll Kardinal von Richelieu gewohnt haben. Im Haus Nr. 6 wohnte der Schriftsteller Victor Hugo.
Gebaut wurde der Platz auf 1605 bis 1612 als erster Platz Europas mit auf allen
Seiten einheitlich errichteten Häusern mit durchgehenden Arkaden im Erdgeschoss.
Das Konzept der durchgängigen Arkaden um einen Platz findet sich heute
an vielen Plätzen Europas verwirklicht. In Paris wurde dieser Stil an der
Rue de Rivoli wieder aufgegriffen.
Das Viertel
Das Quartier ist geprägt von engen Straßen, hier finden sich viele Epicerien, Cafés, Boutiquen und Galerien. Besonders sehenswert sind das Musée Picasso in der rue Thorigny und das Technikmuseum der "Arts et Métiers."
Le Marais ist das historische Zentrum des jüdischen Lebens in Paris. Seit
dem 13. Jahrhundert haben hier Juden trotz Vertreibung immer wieder eine neue
Heimat gefunden. Die durch die deutschen Besatzer im 2. Weltkrieg gesprengte
Synagoge wurde nach dem Krieg wieder aufgebaut. Das Gotteshaus ist heute als
Nationalmonument geschützt.
Seit den 90er Jahren hat sich das Marais auch zum Treffpunkt der Homosexuellen
Szene entwickelt. Im Quartier ist eigentlich immer was los. Bei einem Paris-Besuch
sollten Sie dieses Viertel auf keinen Fall verpassen.
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