Sehenswürdigkeiten online  Paris  Dublin Berlin Rom

Das Centre Pompidou

Centre national d’art et de culture Georges Pompidou - kurz eben Centre Pompidou. Es befindet sich nahe dem Forum des Halles im Quartier Beaubourg. Beaubourg ist sehr bekannt für seine Kneipen, hier kann man gut abends ausgehen und ein Gläschen trinken. Aber zurück zur Kultur.

Centre Pompidou

Ein modernes Centre für die Kultur

Das Centre Pompidou wurde vom ehemaligen Staatspräsidenten Georges Pompidou als Kulturzentrum initiiert. An seinem Ort waren zuvor nur eine Brache und ein Parkplatz, die jetzt besser genutzt werden sollten. Entworfen wurde es von den Architekten Renzo Piano (Nemo in Amsterdam, The shard in London), Richard Rogers (O2 Arena London, Flughafen Madrid Barajas) und Gianfranco Franchini. Im Januar 1977 konnte es von Pompidous Nachfolger Präsident Giscard d’Estaing eröffnet werden.

Von außen wirkt das Gebäude etwas unübersichtlich: Auffallend sind die vielen Rohre, Leitungen und die Rolltreppen. Die gesamte Versorgung des Gebäudes wurde an seine Fassade nach außen verlegt: Wasser in grünen Leitungen, Strom ist gelb, die Rolltreppen rot und die Rohre der Belüftung / Klimaanlage sind. Das hat den Vorteil, dass im Inneren die Wände nach Belieben verschoben und gestaltet werden können, je nach Bedarf bzw. Ausstellung.

Der Goldene Topf auf dem Vorplatz

So wirkt das Gebäude schon außen ungewöhnlich und beeindruckend. Im Inneren sieht man moderne Kunst, bei seiner Größe kann man hier schon einmal einen halben Tag verbringen.

Kunst und Wissen

Das Centre Pompidou soll der französischen Bevölkerung freien Zugang zu Wissen ermöglichen. Hier ist auf sechs Etagen die Bibliothèque Publique d'Information untergebracht, das Museum für Moderne Kunst (Musée National d'Art Moderne) mit einer großartigen Sammlung von Kunst des 20. Jahrhunderts. Außerdem das Musikforuschungszentrum IRCAM und Säle für Kino-Projektionen, Theater und Vorträge.

Ganz klar, größter Besuchermagnet ist die einzigartige Dauerausstellung von moderner Kunst mit Werken von Größen wie Henri Matisse, Pablo Picasso, Calder, Marcel Duchamp, Gerhard Richter, Salvador Dali, Piet Mondrian und vielen vielen mehr. Dazu kommen die wechselnden Ausstellungen berühmter Künstler.

Einige mögen die moderne Kunst, andere nicht - aber darum geht es gerade: Die Vielfalt der ausgestellten Werke, wie sie jeweils in ihre Zeit passen und ihre Ästhetik (oder: wie schön oder unschön bzw. skurril wir sie finden).

Der Strawinsky Brunnen vor dem Centre Pompidou

Eine wunderbare Aussicht

Nach der Kontrolle am Einlass (hier werden auch Taschen kontrolliert) kommt man mit der charakteristischen Rolltreppe hinauf nach oben.

Übrigens, schon James Bond war hier direkt nach der Fertigstellung des Gebäudes, in Moonraker läuft er durch die Fußgängerröhre, die am oberen Ende der Rolltreppe beginnt.

Von dort oben, am Ende der Rolltreppe, hat man einen tollen Blick über Paris bis zum Eiffelturm und Notre Dame, den Vorplatz mit den vielen kleinen Menschen von oben. Außerdem kann man auf die Dachterrasse.

Aussicht aus der Fußgängerröhre auf Sacre Coeur

Hier gibt es auch ein Restaurant mit Dachgarten, die Aussicht ist großartig, das Vergnügen aber nicht ganz preiswert.

Der Eintritt zur Aussichtsplattform ist im Eintritt zum Museum oder Ausstellungen enthalten, es gibt auch Panorama-Tickets für diejenigen, die Aussicht ohne Kunst vorziehen.

Der Platz davor

Vor dem Gebäude ist eigentlich immer etwas los, hier treten regelmäßig Feuerschlucker, Artisten und Musiker auf. Südlich beben dem Centre Pompidou ist der berühmte Strawinsky-Brunnen mit seinen bunten Wasser-spuckenden Gestalten, welche von Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely gestaltet wurden.


Machen

Die Straßenkünstler auf dem Vorplatz sind oft richtig gut, es lohnt, sich ein wenig Zeit für sie zu nehmen. Wer möchte, kann auch auf die Aussichtsplattform nach oben fahren (sie kostet einen Eintritt).
 

Tickets im Voraus sichern: Auch wenn man meistens recht unkompliziert die Tickets direkt vor Ort bekommt, kann es insbesondere am Wochenende voll werden. Wer mag, kann seine Tickets sowohl für die Ausstellung als auch für die Aussichtsplattform hier online bestellen*.
 

Hinkommen

Métro: Rambuteau (M11), Hôtel de Ville (M11, M1),
RER: Châtelet - Les Halles (A, B, D)  

Place Georges-Pompidou, 75004 Paris